AKTUELLES

SPD Lübben regt partei- und fraktionsübergreifendes Bekenntnis für eine geeignete Kandidatur/Wahl des/der Bürgermeisters/-in an

Abbildung des Logo "SPD-Ortsverein Lübben"

(21.01.2022)

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Lübben, Jörg Asshoff, regt angesichts der Neuwahl einer Bürgermeisterin bzw. eines Bürgermeisters für die Stadt Lübben ein partei- und fraktionsübergreifendes Bekenntnis an. 

 

Es sei wichtig, so Asshoff, dass sich in- und für die Stadt Lübben die Fraktionen des Stadtparlaments im Vorfeld dieser Wahl gemeinsam auf Anforderungsprofile möglicher Bürgermeisterkandidaten/-innen sowie Rahmenbedingungen für einen weiteren respektvollen Umgang im Tagesgeschäft vereinbaren. 

Dazu sei eine partei- und fraktionsübergreifende Kommunikation eine wesentliche Grundlage.

Asshoff weiter: „Ich gehe davon aus, dass die Suche nach geeigneten Kandidaten/-innen eine teilweise die Akteure sehr beanspruchende Aufgabe ist. Deshalb schlage ich ein gemeinsames Bekenntnis zu einer für unsere Stadt geeigneten Kandidatur vor. 

So würden unsere Mitbürger/-innen auch ein hohes Maß an Vertrauen für diese anstehende Wahl entwickeln können. Auch wäre dies ein deutlicher Ausdruck unseres Willens, für unsere Stadt über politische Grenzen hinweg pragmatische und zukunftsorientierte Wege gehen zu wollen.“

Weiterhin geht Asshoff davon aus, dass ein gemeinsames Auftreten auch interessierte Kandidaten/-innen motivieren würde, sich für das Amt eines/einer Bürgermeisters/-in zu bewerben. 

Er schlägt weiter vor, diese Personalakquise über eine Ausschreibung durchzuführen. 

Die darüber eingereichten Interessenbekundungen könnten dann in einem noch zu bestimmenden Gremium der zur Nominierung berechtigten Gruppen ausgewertet und in einer gemeinsamen Empfehlung formuliert werden. Über diese sollten dann die jeweiligen Parteien und Wählergruppierungen mit einem entsprechenden Wahlvorschlag entscheiden.

Asshoff, der erst im August letzten Jahres die Funktion des SPD-Vorsitzenden in Lübben übernommen hat, ergänzt abschließend: „Es gilt seit der Annahme dieses Ehrenamtes als SPD-Vorsitzender unser Anspruch, sich noch stärker für die Belange von Zukunftssicherung mit allen demokratischen Kräften in Lübben zu engagieren, sowie diese Kräfte innerhalb und außerhalb der SPD zum Dialog und zum Mitmachen anzuregen. Jeder und Jede sind dazu willkommen.“

 


Lübbens Bürgermeister Lars Kolan abgewählt

Lars Kolan
Lars Kolan

(13.01.2022)

Ein Jahr vor Ende seiner Amtsperiode wurde heute der Bürgermeister der Stadt Lübben, Lars Kolan (SPD), durch die Lübbener Stadtverordneten abgewählt

 

Vorausgegangen waren diesem Akt verschiedene Irritationen um mögliche Dienstvergehen des Lübbener Bürgermeisters sowie Unzufriedenheit mit dessen Arbeitsweise. Kolan leitete in deren Gefolge ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst ein. Dieses wurde jedoch abgelehnt, da keine Anhaltspunkte vorgelegen hatten, die die Einleitung eines solchen Verfahrens rechtfertigten. 

Dennoch bat der Bürgermeister kurz vor Ende seiner regulären Amtszeit die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, die Einleitung eines Bürgerentscheids über seine Abwahl zu prüfen und gab bekannt, dass er bei entsprechendem Votum der Stadtverordneten auf weitere Schritte verzichten würde und somit das Amt des Bürgermeisters verloren haben würde. Diese Konsequenzen wäre er bereit zu tragen, um einen politischen Stillstand der Stadt Lübben bis zur nächsten Bürgermeisterwahl im März 2023 zu vermeiden. Gleichzeitig machte er deutlich, dass unter der öffentlichen Berichterstattung der lokalen Presse nicht nur seine Familie und seine Gesundheit gelitten hätten. 

Für die Kreisstadt ist die Abwahl des Bürgermeisters (mit zwei Gegenstimmen) alles andere als ein Rosenbett: Die Herausforderung muss nun darin bestehen, dass alle Beteiligten – Stadtverordnete, lokale Presse und zivilgesellschaftliche Akteure vor Ort mehr Gemeinsamkeiten bei der Entwicklung der Stadt Lübben finden, als Trennendes zu suchen.

 

Der SPD-Ortsverein Lübben dankt Lars Kolan für seine engagierte und zuverlässige Arbeitsweise. 

Wir wünschen dir, lieber Lars, für die Zukunft alles Gute!


Stolpersteine in Lübben verlegt

(09.11.21 ja) Am diesjährigen Gedenktag der Reichspogromnacht vom 9. November 1938, wurden in Lübben zu den bereits vorhandenen Stolpersteinen zwei weitere verlegt. Lübbens Bürgermeister Lars Kolan und Ilka Gelhaar-Heider enthüllten die Steine, über die die zugezogene Familie Jahn die Patenschaft übernommen hat.

Diese Stolpersteine erinnern an die ehemals in Lübben in der Kirchstraße 28 ansässigen jüdischen Mitbürger Frieda und Julius Moses.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll europaweit an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Messingtafeln sind mit von Hand eingeschlagenen Lettern beschriftet. Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen.

 Stolpersteine wurden auch in 23 weiteren europäischen Ländern verlegt und sind damit das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Die Stolpersteine rufen dazu auf, Vielfalt – egal ob bei Herkunft, Lebensform oder Glauben – als Bereicherung wahrzunehmen und anzuerkennen.

 

Überblick über Stolpersteine in Lübben

Brunnenstr. 8
Sophie-Charlotte Astrich
Mathe- und Naturwissenschaftslehrerin an der Lübbener Mädchenmittelschule. 1933 wurde die 40-jährige ohne Gehalt zwangsbeurlaubt. Am 21. Juli 1941 Beschlagnahmung des gesamten Eigentums und Vermögens, danach Selbstmord am 23. September 1941. Am 2. Oktober 1941 offiziell enteignet.

 

Logenstr. 12
Albert Bock
Kaufmann in Berlin, Stadtverordneter, Mitglied der Synagogengemeinde, Besitzer von Konfektionshäusern in der Logenstraße 13 und in der Hauptstraße 46, im Oktober 1942 enteignet, am 15. Dezember 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert, dort am 28. Februar 1943 gestorben.

 

Bahnhofstr. 31–32
Werner Dielmann
Geboren 1921, kam 1937 in die Korrigendenanstalt nach Lübben, wurde als erbkrank und schwachsinnig eingestuft, 1940 „in eine andere Anstalt verlegt“ und wegen seiner geistigen Behinderung getötet.
Erwin F.
Geboren 1928 in Berlin als uneheliches Kind, litt an einer Lähmung der Beine, sprach nicht, 1931–1936 in Lübben, dann nach Potsdam und schließlich nach Brandenburg-Görden verlegt, 1940 „in eine andere Anstalt verlegt“ und wegen seiner Behinderung getötet.
Bruno Klingbein
Geboren 1920, rechtsseitig gelähmt, kam 1934 nach Lübben, erkrankte 1940 schwer an „fieberhaftem Lungenleiden“ und „in eine andere Anstalt verlegt“; wegen seiner geistigen Behinderung getötet.

 

Am Schutzgraben 11
Julius und Minna Burchardi
Julius Burchardi: Glasermeister mit eigener Glaserei und Lehrlingsausbildung, Moderator bei Aufmärschen der Schützengilde und wahlberechtigtes Mitglied der Synagogengemeinde, deportiert ins Warschauer Ghetto, letzter Brief vom 21. Juli 1942 aus Warschau. Minna Burchardi: Ebenfalls deportiert ins Warschauer Ghetto, letzter Brief vom 21. Juli 1942 aus Warschau.

 

Hauptstr. 16
Johanna Wolf
Geboren 1859, Frau des Kaufmanns und Synagogenvorstehers Wilhelm Wolff, zog später nach Berlin. Im August 1942 von Berlin nach Theresienstadt deportiert, dort gestorben am 31. August 1942.

 

Kirchstr. 28
Frieda und Julius Moses
Frieda Moses: Geboren 18.10.1893 in Groß Leine, Ehefrau von Julius Moses. Bis 1939 in Lübben, 1943 in Berlin, mit Osttransport vom 3.3.1943 nach Auschwitz, Todesort: Auschwitz.
Julius Moses: Geboren am 21.01.1883 in Lübben. Rohprodukthändler in Lübben, Kirchstr. 4. Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Beim Novemberpogrom am 9.11.1938 ins KZ Sachsenhausen deportiert. 13.12.1938 Entlassung nach Lübben; 1943 in Berlin. Am 17.03.1943 nach Theresienstadt. Am 09.10.1944 nach Auschwitz. Wurde dort als „Arbeiter“ geführt. Todesort: 1944 Auschwitz.

 

 


WIR! FÜR DICH! FÜR LÜBBEN!


SPD-Lübben wählt neuen Vorstand.

(Dienstag, 03. August 2021)

(v. l. n. r.: Melanie Asshoff, Max Liedtke, Jörg Asshoff, Monika Müller, Frank Hänsch und Manfred Dreiucker)
(v. l. n. r.: Melanie Asshoff, Max Liedtke, Jörg Asshoff, Monika Müller, Frank Hänsch und Manfred Dreiucker)

Der SPD-Ortsverein Lübben hat am 03.08.2021 turnusgemäß seinen Vorstand neu gewählt. Jörg Asshoff löst den langjährigen Vorsitzenden Heiko Jahn ab.

Als Stellvertreterin und Stellvertreter wurden Monika Müller und Manfred Dreiucker gewählt. Die Beisitzer sind Melanie Asshoff und Frank Hänsch; als Kassierer wurde Max Liedtke gewählt. Martin Wille und Heiko Jahn nehmen die Funktion der Revisoren ein.

 

„In diesen Zeiten noch näher an die Menschen der Region heranzutreten und gemeinsam Stärke zu entwickeln und zu zeigen ist sozialdemokratischer Auftrag“ so Jörg Asshoff. Es gelte, „sich noch stärker für die Belange von Zukunftssicherung mit allen demokratischen Kräften zu engagieren“, so Asshoff weiter. „Wir werden als Sozialdemokraten mit unserem Ortsverein noch präsenter und ansprechbarer werden und laden alle demokratischen Kräfte innerhalb und außerhalb der SPD zum Dialog und Mitmachen auch über unsere Webseite ein. Jede und Jeder sind willkommen!“, so Asshoff abschließend.


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